Heilende Medikamente sind nicht nur auf chemischer Basis, sondern in einer großen Vielfalt mit der Kraft der Natur zu finden. Vor allem die Alpen bieten eine reichhaltige Apotheke und beherbergen viele Geheimnisse über wirkungsvolle Heilpflanzen. Rebtränen und Zirbenspäne gehören zu den wichtigsten, aus den Pflanzen der Alpenwelt gewonnenen Heilmitteln. Eine Reise auf den Spuren der Heilpflanzen die in den Alpen wachsen ist eine Wanderung, auf der man sich für eine natürliche Gesundheit ohne Nebenwirkungen entscheidet und die ganze Kraft der pflanzlichen Heilkunde kennenlernen kann.

Pflanzen, Kräuter und Mineralien aus der Heimat

Anstatt ins ferne Asien zu schweifen und sich für die heilende Wirkung der fernöstlichen Pflanzenwelt zu entscheiden, kann man die einheimische Natur als große Apotheke für Naturheilkunde betrachten. Wer schlecht schläft, wird seine innere Ruhe auf einem mit Zirbenlocken gefüllten Kissen finden. Hierbei handelt es sich nicht um ein künstlich hergestelltes Produkt, sondern um gerollte Späne der einheimischen Kiefer. An einer Weinrebe sind nicht nur die Trauben interessant. Das Rebwasser des Weinstocks nimmt einen positiven Einfluss auf die Gesundheit und kommt nicht aus fernen Landen, sondern direkt aus den Alpen. Die Kenntnis zu Heilpflanzen der Alpen besteht seit Generationen, wodurch die Wirkung in vollem Umfang bekannt ist und sich auf die traditionelle Heilkunde stützt. Man muss nicht in die Ferne schweifen, wenn der heimische Wald und die Wiesen eine riesige Apotheke für natürliche Heilmittel sind. Beispielsweise zeigt die Kastanie in Kombination mit Milch und Mandelöl eine hautstraffende Wirkung. Anstatt künstliche Hautstraffer zu wählen und sich für Kosmetik oder Bäder mit chemischen und nicht immer hautverträglichen Inhaltsstoffen zu verlassen, kann eine Behandlung und Anwendung natürlicher Produkte auch bei bekannten Allergien oder Hautproblemen überzeugen.

Die Natur vertreibt die Müdigkeit

Was vor Generationen schon wirkungsvoll und heilend war, hat in der modernen Zeit und dem Fokus auf die Schulmedizin nicht an Heilwirkung verloren. Die zahlreichen Pflanzen sind nur in den Hintergrund gelangt, da die Pharmaindustrie für jedes Leiden eine Vielfalt an Produkten auf den Markt bringt und mit Marketingkampagnen für Aufmerksamkeit sorgt. Doch bleiben Nebenwirkungen und Begleiterscheinungen nur selten aus. Die Pflanzenwelt hingegen konzentriert sich allein auf die Heilung, ohne dass störende Begleiterscheinungen ein neues Leiden schaffen und so keine wirkliche Linderung und mehr Wohlbefinden bringen. In einem Buch über Heilpflanzen der Alpen taucht der Leser tief in die Naturheilkunde ein und lernt eine Wirkung kennen, die er in einer kleinen Pflanze, einem Kraut oder einem einheimischen Mineral nie vermutet hätte. Das Wissen über einheimische Heilpflanzen wurde von der modernen Medizin fast vollständig verdrängt, ist zum Glück aber in einigen Köpfen erhalten geblieben und nun in einem Buch mit hilfreichen Tipps und Informationen zusammengestellt. Wer durch die Alpen wandert und seinen Blick über die Ebenen und Berge schweifen lässt, findet in der Naturapotheke eine wahre Vielfalt an Heilmitteln und die Gesundheit unterstützenden Kräutern.

Latschenkiefer und Wacholder, Rainfarn und Lavendel, die Katzenminze und Alpensalz sind vielen Lesern des Buches nur vom Namen her bekannt. Die wohltuende, heilende und lindernde Wirkung, sowie die Verwendung in der natürlichen Kosmetik und Heilkunde öffnen die Augen für Neues, was eigentlich gar nicht so neu, sondern aus einer langjährigen Tradition der Naturheilkunde überliefert ist und neue Perspektiven ermöglicht.

Bildnachweis: © Uwe Wagschal / PIXELIO www.pixelio.de

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