Für viele Senioren ist der Hausarzt über Jahre hinweg die engste Bezugsperson. Oft ist er nahezu im gleichen Alter und kann sich in die Sorgen und Nöte einfühlen. Geht der vertraute Arzt irgendwann selbst in Rente, bedeutet dies für die Betroffenen einen tiefen Einschnitt.

Sofern ein jüngerer Kollege die Praxis übernimmt, lohnt es sich, diesem eine Chance zu geben. Auch wenn es gerade Senioren schwerfällt, einem neuen Arzt zu vertrauen, kann die veränderte Situation auch positive Aspekte haben. Sicherlich ist das Verhältnis zunächst distanziert. Der jüngere Kollege verfügt aber über “frisches” Fachwissen und kann dadurch neue Behandlungswege einschlagen.

Es besteht natürlich auch die Möglichkeit, sich nach einem anderen Arzt umzusehen. Freunde und Bekannte können sicherlich einen Arzt empfehlen. Bei der ersten Begegnung verrät oft das Bauchgefühl, ob die Chemie stimmt. Nimmt der Arzt sich ausreichend Zeit für anstehende Untersuchungen und hat ein offenes Ohr für gesundheitliche Probleme, kann auch der ältere Patient sich in guten Händen fühlen. Dann muss man sich auch nicht schämen, intimere Details zu offenbaren.

Diese sind meist auch in der wichtigen Patientenakte festgehalten. Der alte Hausarzt muss diese Unterlagen mindestens zehn Jahre aufbewahren. Der neue Arzt kann die Patientenakte anfordern und ist dann über verschriebene Medikamente und den Behandlungsverlauf hinreichend informiert.

Bildnachweis: © Tim Reckmann / PIXELIO www.pixelio.de

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